Das Wildkatzenprojekt des Rurtal-Gymnasiums Düren

Vor drei Jahren begann das Wildkatzenprojekt des Rurtal-Gymnasiums. Schüler und Schülerinnen der Jahrgangsstufe 5 hatten im Unterricht den Wunsch, sich für die Wildkatzen der Eifel zu engagieren. Dafür eigneten sie sich, unterstützt durch ihre Lehrerinnen und den Wildkatzenbeauftragten des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland BUND, Herrn Neumann, Wissen über die scheuen Waldbewohner an. Sie überzeugten damit als Experten Freunde, Verwandte und Nachbarn, eine Geldspende für den guten Zweck zu geben. Als Gegenleistung konnten die Spender Fragen zur Wildkatze stellen.

Erfreulicher Weise kam ein stattlicher Geldbetrag zusammen. Es reichte, um zwei Wildkatzenpatenschaften für ein Jahr zu finanzieren. Mit den Spendengeldern sorgt der BUND für die Aufzucht von mutterlosen Jungtieren sowie für die Schaffung sogenannter Wildkatzenkorridore. Dies sind mit Sträuchern und Bäumen bewachsene Verbindungstrassen, in deren Schutz die Wildkatzen zwischen verschiedenen Verbreitungsgebieten in Deutschland wandern können. Die Maßnahme dient dem Erhalt der genetischen Vielfalt und stärkt die vorhandenen Bestände.

Beeindruckt vom Engagement der Kinder ermöglichte es Herr Neumann 2015, eine Ausstellung zum Thema „Wildkatze“ ins Rurtal-Gymnasium zu holen.

Das Wildkatzenprojekt wurde im Jahr darauf von den neuen fünften Klassen durchgeführt und auch in diesem Jahr gibt es wieder zwei Patenschaften. Damit hat das Projekt nun schon Tradition.

Die Schüler und Schülerinnen freuen sich darüber, dass sie die Ausstellung in diesem Jahr mit Hilfe von Herrn Neumann erneut ins Haus holen können. Sie ist vom 30. Januar bis zum 28. Februar im Eingangsbereich des Gymnasiums zu sehen. Als besonderes Highlight ist diesmal eine ausgestopfte Wildkatze mit von der Partie, sodass die äußeren Merkmale dieser Tiere, die man in der Natur wegen ihrer scheuen Lebensweise praktisch nie zu Gesicht bekommt, besonders gut wahrgenommen werden können.