Zwei RTG-Teams müssen in Runde 1 die Segel streichen

WK II verliert in der Höhe unverdient

Am 18.10.2017 waren die Jahrgänge 2002 und 2003 bei den Fußball-Kreismeisterschaften auf dem Rasenplatz am Berufskolleg in Düren aktiv. Gegner war die Realschule Wernerstraße, die mit einigen Spielern antraten, die bereits in jungen Jahren bei Vereinen spielen, deren Jugendteams in hohen Spielklassen unterwegs sind. Nichtsdestotrotz zeigte sich das Team vom RTG zuversichtlich. Mit dieser Einstellung ging man auch in das Spiel, das von Beginn an aggressiv aber fair geführt wurde. Die RS Wernerstraße konnte sich eine spielerische Überlegenheit erarbeiten, kam aber lange Zeit gegen die an diesem Tag bärenstarke Verteidigung (John, Tim, Markus, Lukas) des RTG zu keinem nennenswerten Abschluss. Als aus dem Gewühl heraus dann doch das 1:0 für die RS fiel, gingen die Köpfe unserer Mannschaft keineswegs nach unten. Nur wenig später konnte sich Emirhan im Laufduell durchsetzen, den gegnerischen Torwart umkurven und zum 1:1 einschieben, was gleichzeitig den Pausenstand bedeutete.

Nach der Halbzeit kam die Mannschaft des RTG gut ins Spiel, verpasste es aber, zwei hochkarätige Chancen zur Führung zu nutzen, die zu diesem Zeitpunkt absolut verdient gewesen wäre. Nach der Verletzung von John, der bis dahin ein starkes Spiel als Linksverteidiger zeigte, kam etwas Unordnung in die Defensive und so wurde die RS von Minute zu Minute besser. Daraus resultierte dann deren Führung, die aber umgehend durch gute Chancen hätte ausgeglichen werden können.

Leider hatte das RTG an diesem Tag keine gute Chancenverwertung. Nach dem 3:1 der RS und einem letzten Aufbäumen unseres Teams fehlte es in den letzten zehn Minuten an Kraft. Nun zeigte sich auch die spielerische Überlegenheit der RS Wernerstraße. Die Mannschaft ließ Ball und Gegner laufen und erhöhte gegen ausgepumpte Mannen vom RTG auf 6:1. Das Endergebnis spiegelt zwar den Spielverlauf nicht wider, da die Niederlage zu hoch ausfiel, allerdings ist der Sieg der Realschüler aufgrund der spielerischen Dominanz im Endeffekt verdient. Eine souveräne Leistung zeigte Marc Hechel aus der Stufe Q2 des RTG. Als Schiedsrichter behielt er stets den Überblick.

RTG: Nico Treuling, John Herrmann, Max Ort, Enes Ceyhan, Lukas Flieger, Oleg Kochubey, Markus Buller, Tim Koschmieder, Emirhan Duvahan, Miguel da Silva, Raphael Treise, Andre Nesselrath, Johannes Belke, Mike Sistig.

WK III kommt unter die Räder

Im letzten Jahr noch Aushängeschild des RTG-Fußballs – wenige Monate später das sang- und klanglose Aus in Runde eins. So erging es den meisten Spielern des Jahrgangs 2005, die als WK IV das Finale auf dem Kleinfeld erreicht hatten. Nun ging es erstmals mit Elf gegen Elf auf dem großen Fußballfeld und mit den großen Toren zur Sache. Da der ursprünglich eingeplante 2004er-Torwart Arne krankheitsbedingt fehlte, sollte zunächst Yannick ins Tor gehen. Ihm jagten die großen Tore aber großen Respekt ein, denn von seiner Sportart Handball ist er deutlich kleinere Gehäuse gewohnt. Deshalb ging Tom ins Tor, der das nach eigener Aussage im Verein auch schon mal gemacht hatte. Tom machte seine Sache dann auch gut, auch wenn er den Ball mehr als zehnmal aus dem eigenen Netz holen musste. Die Gegner der Heinrich-Böll-Gesamtschule waren zum Großteil ein Jahr älter und einen Kopf größer, was in dieser Altersklasse eine Menge ausmacht. Wenn der Ball hoch aufs Tor geschossen wurde, hatte Tom einfach keine Chance, diesen zu erreichen. Häufig war auch die RTG-Abwehr deutlich überfordert. Da wurde nicht auf den Gegner aufgepasst oder sogar per Fehlpass am eigenen Strafraum das Gegentor eingeleitet.

Am Ende musste das RTG-Team froh sein, dass immerhin ein eigenes Tor durch Niklas gelang und der Gegner nicht noch mehr Treffer erzielte, denn die Gesamtschüler hätten am liebsten noch viel höher gewonnen und übertrieben zu diesem Zweck auch den Körpereinsatz, so dass der Schiedsrichter Herr Kieven trotz des deutlichen Spielstands viel zu tun hatte und sogar zwei Gelbe Karten zücken musste. In diesem Spiel konnte man beobachten, dass viele Kinder und Jugendliche sich nicht nur tolle Tricks, sondern auch das unsägliche Gemeckere über den Schiedsrichter aus der Bundesliga abschauen, ganz zu Schweigen vom gestenreichen Imponiergehabe vieler Profis.

Die 2005er des RTG werden nun bestimmt nicht die Köpfe in den Sand stecken, sondern mit neuem Mut im nächsten Jahr als dann älterer Jahrgang wieder angreifen. Dann wird hoffentlich auch Auswahlspieler Emir Keles wieder dabei sein, die dieses Mal krankheitsbedingt fehlten und schmerzlich vermisst wurden.

RTG: Tom Flucht, Andi Cunaku, Stefan Kromm, Yannick Voulon, Leon Mastiaux, Deagir Ilunga, Tim Düppengießer, Niklas Hülscher, Philipp Junkind, Alihan Kasimoglu, Mert Teke, Ion Mursa.