Stolperstein-Aktion des Zusatzkurses Geschichte Q2

Am Donnerstag, 30.01.2020 fand die jährliche Aktion des Rurtal-Gymnasiums zum Gedenken an den Holocaust statt. Dieser Gedenktag findet jährlich am 27. Januar anlässlich der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz statt. Im Umfeld zu diesem Tag, der sich dieses Jahr zum 75. Mal jährte, hat es sich das Rurtal-Gymnasium zur Aufgabe gemacht, gegen das Vergessen dieser Gräueltaten die in der Dürener Innenstadt verlegten Stolpersteine zu reinigen. Diese Steine sind vor Häusern verlegt, in denen in der Zeit des Nationalsozialismus Juden gelebt haben, bevor sie deportiert und ermordet wurden.

Um die Aktion vorzubereiten, wurde zunächst das Thema Nationalsozialismus und Judenverfolgung im Unterricht thematisiert. Damit dieses Faktenwissen mit der Aktion und vor allem mit ihrem Lebensraum in Verbindung gebracht werden konnte, machte sich der Kurs am Donnerstag, 23.1. auf den Weg, um die Spuren jüdischen Lebens in Düren gezeigt zu bekommen. Diese Führung wurde von Herrn Dowe geleitet, der nicht nur die Stolperstein-Verlegung in Düren mit initiiert hat, sondern auch die Geschichte der Juden in Düren kennt wie kein zweiter.

So vorbereitet kam der Kurs am 30.1. zusammen, um sich mit den entsprechenden Utensilien auszustatten. Anschließend setzten sich sieben Gruppen in Bewegung, um an den verschiedenen Stellen die Reinigung vorzunehmen. Nach genauen Angaben erfolgte der Reinigungsprozess und es beeindruckte die Schüler und Schülerinnen jedes Mal aufs Neue, welche Wirkung ihre Arbeit hatte.

Diese Wirkung war zum einen an dem Wiedererstrahlen der Steine selbst zu erkennen, aber zum anderen auch an den Reaktionen der Passanten. Viele guckten, was die Jugendlichen machten, blieben zum Teil stehen und lasen so auch einmal die Beschriftung auf den Steinen, über die man sonst meist achtlos hinweggeht.

Zufrieden kamen die Schüler nach der Erledigung ihrer Aufgabe zurück. Stolz zeigten sie vorher – nachher – Bilder und freuten sich über das Ergebnis ihrer Arbeit.

In der nächsten Stunde wird darüber diskutiert, ob diese Aktion eine Möglichkeit bietet, gegen das Vergessen anzukämpfen, um eine Wiederholung solcher Taten zu verhindern. Ebenso wird darüber zu sprechen sein, was diese Tätigkeit bei ihnen ausgelöst hat, welche weiteren Erfahrungen sie machen konnten sowie welche Fragen sich ergeben haben. Eine Wiederholung wird es im kommenden Jahr sicher geben.