Erdkundeexkursion Tagebau Inden 2008/09

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Erdkundeexkursion Tagebau Inden

Am 02.03.2009 fuhr der Erdkundekurs der Jahrgangsstufe 11 des Rurtal-Gymnasium zum Tagebau Inden, welcher zwischen Eschweiler und Jülich im rheinischen Braunkohlerevier nahe Inden, liegt. Dieser Tagebau dient zur Braunkohlegewinnung und Versorgung des Kraftwerks Weißweiler.
RWE hat ca. 17000 Mitarbeiter und fördert neben fossilen Energieträgern und Kernenergie auch erneuerbare Energien. Der Energiekonzern produziert 180 Mrd. KW Strom im Jahr, das entspricht ca. 1/3 des komplett Verbrauchs in Deutschland.
RWE bearbeitet 3 Tagebaue, den Braunkohletagebau Inden, Hambach und Garzweiler.

Kraftwerk Weisweiler und Tagebau Inden
Das Kraftwerk Weisweiler beschäftigt etwa 1600 Mitarbeiter und wird ausschließlich vom Tagebau Inden beliefert. Dort werden jährlich ca. 21-22 Mio. Tonnen Braunkohle abgebaut. Heute hat er noch etwa 560 Mio.Tonnen Restkohle, welche in ca. 25 Jahren abgebaut sein wird. Dann wird ein Restsee mit einer Tiefe von 45 Metern angelegt um ein rekultiviertes Landschaftsbild herzustellen.
Zum ersten Mal wurde der Tagebau im Jahre 1959 in Betrieb genommen, wurde aber `69 stillgelegt und letztendlich `81 wieder in Betrieb genommen.
Der Tagebau Inden erweist sich als sehr wirtschaftlich, da das Verhältnis Abraum : Kohle à 3,3 : 1 beträgt.
RWE bemüht sich sehr die abgebaute Fläche so schnell wie möglich zu rekultivieren und zum Schutz der umliegenden Ortschaften hat RWE sogar Lärmschutzdämme und Sprühanlagen gegen Lärmbelästigung und Feinstaub bauen lassen.RWE betreibt im Tagebau Inden vier große Schaufelradbagger und ein kleineren, die durch GPS einen genauen Abbauplan haben, sodass sie auch nachts ohne Probleme Braunkohle abbauen können. Jedoch erschweren viele und auch große Sprünge im Boden den Abbau, da man an unterschiedlichen Stellen tiefer baggern muss als an anderen Stellen.Des Weiteren gibt es seit einigen Jahren einen neuen Bandsammelpunkt.
Er musste umgelegt werden, da der Tagebau immer in eine Richtung wandert und nach einiger Zeit die Bänder zu lang wären. Die komplette Bandlänge beträgt jetzt schon 45km. Am Bandsammelpunkt treffen sich alle Bänder. Sie können vom durch Computer gesteuert werden, sodass man z.B. ein Band was vorhin Abraum transportierte, nachher auf ein Braunkohleband leiten kann, wenn der Abraum abgebaut ist.
Als ein weiteres großes Problem erwies sich auch die Inde. Der alte Verlauf der Inde verlief genau durch den heutigen Tagebau, daher verlegte man die Inde um den Tagebau herum. Dadurch wurde die Inde 12 km länger. Diese Baumaßnahmen wurden 2005 fertig gestellt.
Da sich der Tagebau wandert, hat RWE alle so genannten Vorfelder, also die Flächen die noch abgebaut werden, gekauft. Die Bauern jedoch können bis kurz vor dem Abbau diese Flächen noch bewirtschaften, danach kriegen sie woanders neue Flächen, welche den Vorteil haben zusammengelegt zu sein.
Ein weiteres Problem war die Umsiedlung von Dörfern, die im Gebiet des Tagebaus lagen. Das waren z.B. Inden und Altdorf. Doch die Umsiedler wurden von RWE ausreichend und gut entlohnt, sodass sie woanders neu bauen konnten.
Im Tagebau ist absolute Helmpflicht, dabei gilt:Weiß = VorgesetzterRot = ElektrikerBlau = SchlosserGelb = BergmannGrün = Besucher
Das Markenzeichen des Tagebau Inden ist der Indemann. Es ist eine Konstruktion aus Stahl, die später einmal ein Restaurant usw beherbergen soll, auf eine Kuppel von wo man in den Tagebau gucken kann. Eigentlich sollte dieser Indemann schon fertig gestellt sein, doch da die Stahlpreise im letzten Jahr explodierten entschied man noch zu waten. Ein kleineres Modell im Maßstab 1:16 kann man jedoch auf einem Aussichtsturm bewundern.

Bericht von:
Johannes Braun
Jahrgangsstufe 11
Erdkunde


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