Beratungskonzept

Ansprechpartner: Frau Kinast, Herr Flatten und unsere Schulsozialarbeiterin, Frau Schunk

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E-Mail:

m.kinast@rurtalgymnasium.de

a.flatten@rurtalgymnasium.de

Das Beratungsteam versteht sich als Teil eines umfassenden und tragfähigen beratenden Netzwerkes.

Wer berät am Rurtal-Gymnasium?

Grundsätzlich nehmen alle Lehrer des RTG die von Schülern und Eltern an sie herangetragenen Beratungsaufgaben wahr. Neben den Beratungslehrern zählen dazu die Schulsozialarbeiterin, die Klassenlehrer, die Fachlehrer, die Koordinatoren für Unter-, Mittel- und Oberstufe (Schullaufbahnberatung), die SV- Lehrer, die Berufsberater und im Bedarfsfall einige weitere Personen mehr. Die Beratung durch das Beratungsteam ist daher nicht als Konkurrenzangebot zu verstehen, es gliedert sich lediglich als professionalisierte Ergänzung in das bestehende Geflecht ein. Zusätzlich wird weitere Netzwerkarbeit geleistet, um die Kontakte zu anderen externen Beratungsstellen (z.B. Schulpsychologischer Dienst, Psychologischer Dienst der Ev. Gemeinde, Caritas, Sozialpsychiatrisches Zentrum (SPZ), Stadt- und Kreisjugendamt, Polizei etc.) herzustellen bzw. zu pflegen. Auf diese Weise kann und soll das Beratungsteam der Entlastung der innerhalb des Netzwerkes fungierenden Lehrer dienen. Das Beratungsteam setzt sich aus den folgenden Personen zusammen: Herrn Flatten, Frau Kinast, Frau Schunk.

Wer wird beraten?

Das Beratungsangebot unserer Schule richtet sich grundsätzlich an alle Schüler der Unter-, Mittel- und Oberstufe, aber auch an Eltern und Sorgeberechtigte. Darüber hinaus können Lehrer beispielsweise auch im Rahmen einer kollegialen Fallberatung durch das Beratungsteam und interessierte Kollegen unterstützt werden. Die Beratung erfolgt auf freiwilliger Basis. Das heißt, eine Erfolg versprechende Beratung setzt Freiwilligkeit und Offenheit auf beiden Seiten voraus. Insbesondere Vertrauen spielt eine große Rolle und wird umso wichtiger, wenn einem Ratsuchenden der Besuch bei den Beratungslehrern von Mitgliedern des Lehrerkollegiums, Mitschülern oder Erziehungsberechtigten empfohlen wurde.

Wo und wann wird beraten?

Für die Beratung steht dem Beratungsteam ein eigener Raum (R 220) zur Verfügung. Die Beratungszeiten werden von den Beratungslehrern und der Schulsozialarbeiterin individuell festgelegt und hängen in den Unterrichtsräumen und im Schulgebäude aus, zudem werden sie auf der Homepage veröffentlicht. Sie liegen in Abhängigkeit vom jeweiligen Stundenplan der beratenden Lehrkräfte während oder außerhalb der Unterrichtszeit. Darüber hinaus ist es möglich, individuelle Termine zu vereinbaren. Bei Beratungsgesprächen innerhalb der Unterrichtszeit melden sich die betreffenden Schüler bei der unterrichtenden Lehrkraft ab. Die Beratungslehrkraft stellt dann eine Bescheinigung mit der genauen Angabe des Beratungszeitraumes aus, die der jeweiligen Fachlehrkraft vorzulegen ist. Die Fachlehrkräfte werden gebeten, den Schülern zu ermöglichen, Beratungstermine wahrzunehmen , wenn dringende unterrichtliche Belange (Klausuren, Klassenarbeiten, Tests etc.) dem nicht entgegenstehen. Die Fachlehrer müssen den Beratungsvorgang vertraulich behandeln. Dies gilt insbesondere für die Beratungslehrer sowie die Sozialarbeiterin; sie unterliegen der Schweigepflicht und dürfen nur mit Zustimmung des zu Beratenden Informationen weitergeben .

Präventivmaßnahmen

Folgende Maßnahmen werden an unserer Schule präventiv durchgeführt:

  • Jahrgangsstufe 5: „Wir“-Tag in Form eines sozialen Kompetenztrainings (Schulsozialarbeiterin in Kooperation mit der Klassenleitung),
  • Jahrgangsstufe 6: Internet- und Handynutzung, Klassenchat in WhatsApp etc. (Schulsozialarbeiterin und Klassenleitung in Kooperation mit einer Medienpädagogin von Basta e. V. sowie mit der Kriminalpolizei; zusätzlich themenzentrierter Elternabend),
  • Jahrgangsstufe 7: Selbstdarstellung im Internet (Schulsozialarbeiterin in Kooperation mit einer Medienpädagogin; darüber hinaus freiwillige Teilnahme an der bundesweiten Nichtraucher-Kampagne „Be smart don‘t start“),
  • Jahrgangsstufen 8, 9, 10: Suchtprävention (Schulsozialarbeiterin in Kooperation mit der Drogenberatungsstelle).

Beratungsziele und –grundsätze

Die Beratung durch die Beratungslehrkräfte

  • bietet keine Lösungen an, sondern soll im besten Fall dem Ratsuchenden Wege zu Lösungen aufzeigen,
  • geschieht grundsätzlich freiwillig. Der Ratsuchende entscheidet selbst, ob er eine Beratung wünscht und durch wen diese stattfinden soll. Weiterhin kann sowohl die Beraterin als auch der Ratsuchende den Beratungsvorgang jederzeit abbrechen;
  • soll eine Hilfe zur Selbsthilfe durch Stärkung der Fähigkeit zur Selbstreflexion und der Problemlösungskompetenz des Ratsuchenden in einem von Empathie, Bestätigung und Anregung geprägten Rahmen bieten,
  • folgt einem systemischen Ansatz, d.h., das gesamte Umfeld des Ratsuchenden wird in die Beratung einbezogen. Es wird ein lösungsorientierter Ansatz verfolgt, der es ermöglicht, zusammen mit dem Ratsuchenden eine einvernehmliche Problemlösung zu erarbeiten;
  • bietet eine erweiterte Beratungskompetenz für die am Erziehungsprozess beteiligten Personen. Dies geschieht selbstverständlich in einem streng vertraulichen Rahmen und in einem individuell festgelegten Zeitrahmen,
  • hat das Ziel, direkt oder indirekt Selbstständigkeit, Verantwortungsbewusstsein, soziale Kompetenz, Teamfähigkeit, kritische Reflexionsfähigkeit und Kommunikationsfähigkeit zu fördern,
  • versteht sich als Beratung einzelner Schüler, Kleingruppen, Klassen, Erziehungsberechtigter und interessierter Kollegen,
  • umfasst präventive und fördernde Maßnahmen beispielsweise im Hinblick auf die Lösung von Lern- und Verhaltensproblemen (z.B. Lernschwierigkeiten, Konzentrationsproblemen, Motivationsschwierigkeiten, Disziplinschwierigkeiten, Beziehungsproblemen, Verhaltensauffälligkeiten etc.) und bei Problemen im Umgang mit anderen Schülern innerhalb und außerhalb der Schule,
  • schließt die Moderation schwieriger Gespräche ein,rmöglicht Täter-Opfer-Ausgleich durch Mediation,
  • dient der Unterstützung von Kollegen bei der Entwicklung bzw. Vertiefung der eigenen Beratungskompetenz,
  • widmet sich der Kontaktaufnahme zu externen (Fach-) Beratungseinrichtungen.

Was kann die Beratung durch das Beratungsteam nicht leisten?

  • Die Beratungskräfte führen keine Beratung zur Schullaufbahn und zu Praktikum sowie keine Berufsberatung durch.
  • Beratung durch das Beratungsteam ist nicht gleichzusetzen mit einer Therapie. Hierfür werden erforderlichenfalls Fachberatungsstellen genannt und, sofern erwünscht, Kontakte zu diesen hergestellt und/oder die Betroffenen gegebenenfalls zu diesen begleitet.

Die Beratungskräfte übernehmen nicht die Aufgaben der Klassenlehrer, der Fachlehrer, der Tutoren, der Koordinatoren oder der SV-Lehrer. Diese werden bei ihren Tätigkeiten und Problemen auf Anfrage allerdings entlastet und unterstützt.