Die Mittelstufe

Ansprechpartner: Herr Herzog

E-Mail: r.herzog@rurtalgymnasium.de

Nach dem erfolgreichen Abschluss der Erprobungsstufe werden die Schüler in die Mittelstufe des Gymnasiums versetzt, die die Jahrgänge 7 bis 9 umfasst. Diese Mittelstufe stellt in der Regel nicht den Abschluss der Schullaufbahn dar, sondern eine Brücke zwischen der Erprobungsstufe und der Oberstufe.

Rechtliche Grundlagen

Die rechtlichen Grundlagen für die Arbeit in der Mittelstufe sind

„Schülerinnen und Schüler, Eltern und Schule sind gemeinsam dafür verantwortlich, dass niemand nach erfolgreichem Durchlaufen der Erprobungsstufe […] vom Gymnasium in die Realschule oder die Hauptschule wechseln muss.“ (s. APO-SI, §13 Abs. 1)

Allgemeines

Nach dem erfolgreichen Abschluss der Erprobungsstufe werden die Schülerinnen und Schüler in die Mittelstufe des Gymnasiums versetzt, die die Jahrgänge 7 bis 9 umfasst. Die Mittelstufe des Gymnasiums stellt in der Regel nicht den Abschluss der Schullaufbahn, sondern eine Brücke dar zwischen der Erprobungs- und der Oberstufe.

Für die auf drei Jahre verkürzte Mittelstufe am Gymnasium gilt grundsätzlich, dass neben der konsequenten fachlichen Vermittlung der Inhalte Methoden und Kompetenzen eingeübt werden. Dabei wird an die pädagogische Arbeit in der Erprobungsstufe angeknüpft.

Fachlich und methodisch bereitet die Mittelstufe auf die Oberstufe vor, was nur durch gemeinsame intensive Arbeit von Lehrern und Schülern gelingen kann. Gemeinsam mit unseren Schülerinnen und Schülern arbeiten wir verstärkt darauf hin, ihnen inhaltliche Kenntnisse sowie fachliche, soziale und methodische Kompetenzen so intensiv zu vermitteln, dass sie die Sekundarstufe I qualifiziert abschließen können und den Leistungsanforderungen der Sekundarstufe II gewachsen sind.

In der Mittelstufe ist die Arbeit zunehmend durch komplexere Fragestellungen und selbstständigeres Arbeiten gekennzeichnet. Die Schülerinnen und Schüler sollen sich zunehmend der eigenen Wertvorstellungen, der persönlichen beruflichen Interessen, Fähigkeiten und Qualifikationen bewusst werden, um persönliche Entscheidungen selbstständig und zufriedenstellend treffen zu können. Entwicklungsmäßig sind die Schülerinnen und Schüler in der Pubertät. Daher bedarf die Motivation zum Lernen oft besonderer Unterstützung. Eine freundliche Atmosphäre mit gleichzeitig klarer Richtungsvorgabe wird angestrebt.

In Klasse 7 übernehmen in der Regel neue Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer die Klassenleitung. Um Kontinuität zu gewährleisten führen sie ihre Klasse in der Regel bis zum Ende der Jahrgangsstufe 9. Sie arbeiten häufig im Team mit ihren Stellvertretern zusammen.

Die pädagogische Arbeit wird begleitet durch eine Reihe von Lehrerkonferenzen, die in regelmäßigen Abständen durchgeführt und über deren Ergebnisse die Eltern laufend unterrichtet werden.

Die Mittelstufe wird von Herrn Herzog geleitet.

Fächer und Stundentafeln

In der 7. Klasse kommt neu das Fach Chemie hinzu, für die 8. Klasse wählen die Schülerinnen und Schüler aus dem Angebot des Differenzierungsbereichs ein Fach oder eine Fächerkombination aus. Aktuell sind wählbar: eine dritte Fremdsprache (Französisch oder Latein), Biologie/Chemie oder Mathematik/Informatik.

In der 9. Klasse steht schließlich das volle Fächerangebot (außer Kunst) auf dem Stundenplan. Die Schülerinnen und Schüler erhalten Unterricht in Deutsch, Englisch, Mathematik, Musik, Kunst, Erdkunde, Geschichte, Politik/Wirtschaft, Biologie, Physik, Chemie, Sport, Religion oder Praktische Philosophie. Die zweite Fremdsprache (ab Klasse 6) ist entweder Latein oder Französisch.

Hausaufgaben werden durch zweistündige Lernzeiten pro Jahrgangsstufe unter Aufsicht einer Lehrkraft ersetzt.

Stundentafeln

Jahrgangsstufe 7 Jahrgangsstufe 8 Jahrgangsstufe 9
Fach Std. Fach Std. Fach Std.
Religion/

praktische Philosophie

2 Religion/

praktische Philosophie

2 Religion/

praktische Philosophie

2
Deutsch 4 Deutsch 4 Deutsch 3
Geschichte Geschichte 2 Geschichte 2
Erdkunde Erdkunde 2 Erdkunde 2
Politik/Wirtschaft 1 Politik/Wirtschaft 1 Politik/Wirtschaft 2
Englisch 4 Englisch 3 Englisch 3
Französisch/Latein

(ab Klasse 6)

4 Französisch/Latein

(ab Klasse 6)

3 Französisch/Latein

(ab Klasse 6)

3
Mathematik 4 Mathematik 4 Mathematik 3
Physik 2 Physik Physik 2
Chemie 2 Chemie 2 Chemie 2
Biologie Biologie 2 Biologie 2
Kunst Kunst 2 Kunst
Musik 2 Musik Musik 2
Wahlpflichtbereich 2 Wahlpflichtbereich 2
Sport 4 Sport 2 Sport 2
Informatik 1 Informatik Informatik
Lernzeit 2 Lernzeit 2 Lernzeit 2

Selbstlernen und Berufsorientierung

Selbstlernen

Mit der Einführung des gebundenen Ganztags und der Bereitstellung des SLZ an unserer Schule haben sich neue Möglichkeiten ergeben, Schülerinnen und Schüler mit fachlichen Inhalten eigenverantwortlich vertraut zu machen. Die Fachkonferenzen haben sich nach intensiver Reflexion der Vor- und Nachteile dafür entschieden, den Schülerinnen und Schülern auf dem Internet basierende Angebote zum Selbstlernen zu machen, z. B. mit Lonet. Einer der Vorteile liegt in der ständigen Verfügbarkeit unabhängig vom Ort. Selbstlernen ist somit an jedem Ort mit Internetanschluss – zu Hause oder unterwegs per Smartphone – möglich. Ein weiterer Vorteil liegt in der digitalen Bereitstellung der Materialien. Sämtliche Medien (Arbeitsblätter, Links, Applets …) sind stets für jede(n) Schüler(in) vollständig vorhanden und können im Bedarfsfall ausgedruckt werden. Somit entfällt die Notwendigkeit, die Materialien regelmäßig auf Zustand und Vollständigkeit zu überprüfen.

 

Die Berufsorientierung

Die Studien- und Berufsorientierung gilt als ein wesentlicher schulischer Auftrag der Mittelstufe. Zentrales Element ist das Schülerbetriebspraktikum in der Jahrgangsstufe 9 nach den Herbstferien. Dieses Praktikum soll ihnen einen ersten Einblick in die Berufs- und Arbeitswelt ermöglichen und Orientierung für die spätere Berufswahl bieten.

Eingebunden in den Deutsch- und Politikunterricht finden Berufsinformationsveranstaltungen statt, die eine Berufsorientierung erleichtern und das Betriebspraktikum vorbereiten.

Wahlpflichtbereich

Im Wahlpflichtbereich der Jahrgangsstufen 8 und 9 findet eine weitere Differenzierung in unterschiedliche Kurse statt. Jede Schülerin und jeder Schüler wählt ein weiteres Fach oder eine zusätzliche Fächerkombination. Diese Schwerpunktsetzung ermöglicht jedem eine gesteigerte Individualität seiner Schullaufbahn.

Der gewählte Kurs sollte den Neigungen und Interessen die Schülerinnen und Schüler entsprechen. Es gilt, in diesem Unterricht die Spezialisierung in der Oberstufe vorzubereiten und verstärkt selbständiges Arbeiten zu üben und zu lernen. Dazu gehört auch die Beteiligung an der Auswahl der Themenschwerpunkte im jeweiligen Kurs.

Zur Vorbereitung der Wahlen werden Eltern und Schüler/innen auf Informationsveranstaltungen über Kursangebote, Wahlmodalitäten und Leistungsanforderungen informiert.

Der Unterricht im Wahlpflichtbereich der Stufen 8 und 9 ist zweistündig, lediglich die dritte Fremdsprache wird dreistündig unterrichtet.

Das neue Fach gehört zur Versetzungsgruppe II (umgangssprachlich: „Nebenfach“), in ihm werden allerdings zwei Klassenarbeiten pro Schulhalbjahr geschrieben. Jedoch kann einmal im Schuljahr pro Fach eine Klassenarbeit durch eine andere, in der Regel schriftliche, in Ausnahmefällen auch gleichwertige nichtschriftliche Leistungsüberprüfung ersetzt werden. Die gewählten Kurse sind in der Klasse 8 und 9 von den Schülerinnen und Schülern durchgehend zu belegen. Ein Wechsel der Kurse ist in begründeten Ausnahmefällen bis zum Ablauf des ersten Halbjahres der Klasse 8 und mit Genehmigung des Schulleiters möglich. Die in den Jahrgangsstufen 8 und 9 im Wahlpflichtbereich erzielten Noten sind versetzungsrelevant. Sie können allerdings nur als Ausgleich für ein sog. Nebenfach, nicht für ein Kernfach (also nicht für Deutsch, Mathematik, erste und zweite Fremdsprache) herangezogen werden.

Unser Fachangebot besteht zurzeit aus der möglichen

  • dritten Fremdsprache Französisch oder Latein

und den Fächerkombinationen

  • Biologie/Chemie und
  • Mathematik/Informatik.

Über den inhaltlichen Rahmen der einzelnen Kurse und die Wahlmodalitäten werden Eltern, Schülerinnen und Schüler am Ende der 7. Klasse bei einem Informationsabend ausführlich informiert, sodass die Schülerinnen und Schüler eine individuelle Wahl treffen können.

Abschlüsse und Berechtigungen

Trotz aller Bemühungen, die Schülerinnen und Schüler methodisch, inhaltlich und pädagogisch auf das abschließende „Zeugnis der Reife“ vorzubereiten, gibt es einzelne Schülerinnen und Schüler, deren gymnasialer Weg vorzeitig endet. Der Gesetzgeber sieht für solche Fälle folgende Abschlüsse und Qualifikationen vor:

Mit der Versetzung am Ende der 9. Klasse wird

  • ein dem Hauptschulabschluss am Ende der Klasse 9 gleichwertiger Abschluss und
  • die Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe des Gymnasiums, der Gesamtschule oder entsprechender vollzeitschulischer Bildungsgänge des Berufskollegs erreicht.

Der mittlere Schulabschluss wird nach zehn aufsteigenden Schuljahren am Ende der Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe erworben.

Wird die Versetzung am Ende der Klasse 9 nicht erreicht, erhält die Schülerin oder der Schüler einen dem Hauptschulabschluss nach Klasse 9 gleichwertigen Abschluss, wenn er die Versetzungsanforderungen der Hauptschule nach §22, Abs.1, §25, Abs 1 und 2 der APO-SI erfüllt.

Lernstandserhebungen und Evaluation

Um Lernstandards zu sichern und bereits erreichte Kompetenzen allen Beteiligten der Bildungsarbeit transparent zu machen, nehmen jedes Jahr landesweit alle Schülerinnen und Schüler der jeweiligen Klassen 8 an einer Lernstandserhebung in den Kernfächern Deutsch, Englisch und Mathematik teil und erhalten eine Rückmeldung zu ihrem persönlichen Leistungsstand.

Diese Lernstandserhebung hat einen diagnostischen Charakter. Sie ist keine Leistungsüberprüfung im Sinne herkömmlicher Klassenarbeiten, sondern ein standardisiertes Testverfahren, das nicht nur Kenntnisse abfragt, sondern im Sinne der aktuellen Kernlehrpläne vielmehr die fachlichen Kompetenzen unserer Schülerinnen und Schüler erhebt und mit den Leistungen der Schüler anderer Gymnasien mit ähnlichen Rahmenbedingungen sowie den Leistungen der Schülerinnen und Schüler aller Gymnasien in NRW in Beziehung gesetzt.

Auf der Schulkonferenz werden die Ergebnisse der Klassen und ihr Abschneiden im Landesvergleich vorgestellt und diskutiert. Grundsätzlich sind die Fachschaften gehalten, auf die Ergebnisse angemessen zu reagieren.