5:00 Uhr morgens, noch rieselt der Regen im Dunklen, doch schon ist der Platz vor dem Schulhof von Eltern und aufgeregten Jugendlichen gefüllt. Auf die Abfahrt warten sie, und auf sie wartet eine Reise, die alles andere ist als alltäglich…
Vom 2. bis 6. Februar war die 10. Stufe des RTG auf der Abschlussfahrt zur Skifreizeit in Unterwössen.
Nach einer zehnstündigen Busfahrt erreichten wir Montagnachmittag planmäßig Unterwössen – ein kleines, ländliches Dorf am Fuß der bayerischen Alpen, in dem die drei Klassen für die Woche untergebracht wurden. Dort fuhren wir vom Hotel aus an den folgenden Tagen ins Skigebiet Winklmoosalm, um das Skifahren zu erlernen und zu üben.
Den ersten Abend verbrachte man mit überschüssiger Energie. Denn nach langer Planung und Vorbereitung – mit zum Beispiel zahllosen organisatorischen Details, viel Theorie aus dem Sportunterricht sowie der Beschaffung der Ausrüstungen – ist man endlich angekommen, und zugleich überwältigt durch die Umgebung: Eine ruhige Kleinsiedlung mit gemütlichen, märchenhaften Hütten, auf deren Dächern der Schnee hell strahlt. Ferner erheben sich manche Bergketten, die scharf vom frischen Himmel abgezeichnet werden. Sogar nachts sind ihre herrlichen Silhouetten unter dem Mondlicht noch zu erkennen. Zusammengefasst: ein malerischer, bezaubernder Anblick.
An den nächsten Tagen lag der Schwerpunkt auf dem Skifahren. Da die meisten SuS zuvor keine Erfahrung gehabt hatten, konzentrierten sich die Aktivitäten zunächst auf das Lernen. Dafür ist dieses Skigebiet besonders freundlich: nicht zu hoch gelegen und mit ausreichend einfachen Pisten.
Anfangs war es allerdings generell nicht leicht – sei es wegen Stürzen, Müdigkeit oder fehlender Motivation. Wer jedoch durchhielt, konnte am Ende des Tages immer vieles mitnehmen und wurde sogar begeistert, es später vielleicht nochmal zu probieren. Durchschnittlich sind wir am Ende alle Anfängerpisten in der Nähe des Ausgangspunktes einmal gefahren (etwa drei verschiedene) und jede/-r war mindestens einmal auf dem Berg dabei.
Im Übrigen zeigte das Wetter ein gutes Temperament und die Landschaft da oben war ebenfalls traumhaft.
Das sonstige Highlight war fast bei allen die Freizeit im Dorf. Zwar fehlten Partys und andere großartige Feiern, doch Chancen zur Stärkung des Miteinanders waren reichlich vorhanden.
Abends war die Lobby stets besetzt: Hier und da wurde lebhaft geplaudert – sogar mit dem Busfahrer – und ab und zu spielte man auch gesellschaftliche Spiele in riesigen Trupps. Ansonsten schlenderten wir durch das Dorf, um einzukaufen – der Supermarkt erlangte außerordentliche Beliebtheit. Nachts wurde rastlos weitergeredet, bis jede/-r im Zimmer todmüde, aber mit zufriedenem Gemüt ins Bett fiel.
Da eine Skifreizeit bisher selten das Thema für eine Klassenfahrt war, ist dieses Erlebnis tatsächlich bereits beeindruckend. Doch Verbesserungsvorschläge tauchten inzwischen auch auf. Meistens beziehen sie sich auf die Einschränkungen, zum Beispiel beim Kochen im Hotel und beim eigenständigen Skifahren. Zudem war die körperliche Anstrengung etwa so intensiv, dass sich viele am Ende nur schwer erholen konnten (21 von 59 fehlten am vierten Tag).
Trotz aller mentalen Vorbereitung vergingen die fünf Tage immer noch so rasch wie im Flug. Auf der Rückfahrt war vielleicht mehr Nachdenken dabei – schließlich war es die Abschlussfahrt gewesen. Trotz einiger Kritikpunkte bleibt die Erfahrung durch ihre Besonderheit unvergesslich – abschließend also der Dank an die Lehrkräfte und der Wunsch nach einem guten Abschluss.
Zining aus dem Schulblog-Team



Comments are closed.