Inklusion

Ansprechpartner: Herr Homrighausen, Frau Sonnenberg

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E-Mail:

b.homrighausen@rurtalgymnasium.de

f.sonnenberg@rurtalgymnasium.de

Die Organisation aller mit der Inklusion einhergehenden Vorgänge wird vom Inklusionsbeauftragten, Herrn Homrighausen, und seiner Vertreterin, Frau Sonnenberg, geleistet.

Im Hinblick auf den sonderpädagogischen Förderbedarf, Schwerpunkt Sehen, wird unsere Schule zur Zeit von der abgeordneten Lehrerin Frau Nöken-Batista vier Stunden pro Woche unterstützt. Für andere Förderschwerpunkte stehen uns bisher in diesem Schuljahr keine Sonderpädagogen zur Verfügung.

Als Schulbegleiter betreuen Frau Pirker, Frau Groß, Frau Tauber und Frau Nellessen einzelne Schüler während deren Unterrichtszeit.

Was ist Inklusion?

„Inklusion“ bedeutet wörtlich übersetzt so viel wie „Zugehörigkeit“. Nach der UN-Behindertenrechtskonvention ist Inklusion ein Menschenrecht, weshalb die Umsetzung der Inklusion in der Gesellschaft und speziell im Bildungswesen zurzeit Hochkonjunktur hat. Die grundlegende Vorstellung einer inklusiven Gesellschaft ist, dass es normal ist, verschieden zu sein. Jeder ist willkommen und jedem muss der Zugang zu allen Bereichen der Gesellschaft ermöglicht werden, dies bedeutet auch den Zugang zur Bildung offen zu gestalten. Inklusion verlangt somit den Abbau von äußerlichen, aber auch innerlichen Barrieren, um so zu mehr Offenheit, Toleranz und einer Gesellschaft des Miteinanders zu gelangen. Dies hat, bezogen auf das Schulsystem und die einzelne Schule, beträchtliche Auswirkungen, die man unter dem Begriff „Eine Schule für alle“ gut zusammenfassen kann.

Was bedeutet Inklusion für die allgemeinbildende Schule?

Inklusion im Schulsystem steht unter dem Leitbild „Eine Schule für alle“. Das bedeutet, dass die Regelschule für alle Schüler, ob mit oder ohne Beeinträchtigungen, geöffnet werden muss. Jeder Schüler hat demnach neben dem Unterricht an einer Förderschule ein Recht auf Unterricht an einer Regelschule.

Dies stellt alle Beteiligten vor hohe Anforderungen. So hat auch das Gymnasium die Aufgabe, Schüler mit Beeinträchtigungen zu einem erfolgreichen Schulabschluss zu führen. Dementsprechend wächst die Heterogenität im Klassenzimmer und damit steigt auch die Aufgabe, den Unterricht individualisierter sowie binnendifferenzierter und somit auf den jeweiligen Schüler angepasst zu gestalten.

Hierzu gibt es das Konzept des Gemeinsamen Unterrichts (GU) oder Gemeinsamen Lernens (GL), in dem Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf gemeinsam mit Kindern ohne einen solchen Förderbedarf, nach den Vorgaben für die allgemeine Schule, unterrichtet werden. Dabei erhält die Lehrkraft der allgemeinen Schule Unterstützung durch eine Lehrkraft für Sonderpädagogik. (Der sonderpädagogische Förderbedarf lässt sich nach sieben Förderschwerpunkten klassifizieren: 1. körperliche und motorische Entwicklung [KM]; 2. Hören und Kommunikation [HK]; 3. Sehen [SE]; 4. Lernen [LE]; 5. Sprache [SQ]; 6.soziale und emotionale Entwicklung [ES]; 7. geistige Entwicklung [GG].

Ziel des Unterrichts ist es, die Schüler zu den Abschlüssen der allgemeinen Schulen oder den besonderen Abschlüssen des jeweiligen sonderpädagogischen Bildungsgangs zu führen.

Wie verläuft Inklusion am Rurtal-Gymnasium?

Aller Anfang ist schwer- das gilt für die Umsetzung der Inklusion in ganz Deutschland und auch für die am RurtalGymnasium. Nichtsdestotrotz zeigen alle Beteiligten, ob Klassenlehrer, Fachlehrer, Schulbegleiter oder Förderschullehrer, vollen Einsatz, um diese so schwierige Aufgabe am RTG erfolgreich zu gestalten. Zurzeit besuchen vier Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf das RTG. Dabei werden so unterschiedliche Förderschwerpunkte wie Sehen, geistige Entwicklung und soziale und emotionale Entwicklung abgedeckt. Alle vier Schüler, die die Klassen 6-9 besuchen, werden dabei von Schulbegleitern tatkräftig und erfolgreich unterstützt. Darüber hinaus stehen eine Förderschullehrkraft für den Förderschwerpunkt Sehen mit 4 Unterrichtstunden pro Woche und eine für alle anderen Förderschwerpunkte mit 6 Stunden pro Woche zur Verfügung. Diese fördern den jeweiligen Schüler individuell in seinem Förderschwerpunkt oder unterstützen die Kollegen des Rurtal-Gymnasiums bei der Umsetzung des Gemeinsamen Unterrichts.

Aufgrund dieser Voraussetzungen zeichnen sich bereits erste Erfolge der Inklusion am RTG ab. Alle vier Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf sind voll und ganz in die Schul- und Klassengemeinschaft integriert und zeigen auch fachlich adäquate Leistungen im Unterricht.

Einen großen Vorteil für die Umsetzung der Inklusion am RTG stellt sicher die Tatsache dar, dass es sich um ein Ganztagsgymnasium handelt, das allen Schülern ein vielfältiges Angebot und größere individuelle Betreuung ermöglichen kann. Die kurzen Wege und die familiäre Atmosphäre an unserer Schule sind weitere gewinnbringende Faktoren, die die konstruktive Teamarbeit aller Beteiligten fördern.

Evaluation

Zur Evaluation und stetigen Verbesserung der Inklusion am Rurtal-Gymnasium werden folgende Maßnahmen durchgeführt bzw. angestrebt:

  • Ein Mal pro Quartal bzw. Halbjahr findet ein Evaluationsgespräch zwischen dem Klassenlehrer, der Lehrkraft für Sonderpädagogik und dem zuständigen Schulbegleiter sowie gegebenenfalls der Schulleitung statt.
  • Die Inklusionsbeauftragten besuchen regelmäßig Fortbildungen, um die Inklusion am RTG zu verbessern und voranzutreiben.