Reflexion – Museumsbesuch

Zum Einstieg in die Unterrichtsreihe „Zweiter Weltkrieg“ haben wir, die Schülerinnen und Schüler des Grundkurses Geschichte Q2 unter der Leitung von Frau Pelzer, am 18. November 2016 im Rahmen unserer Unterrichtsstunde von 9:40 Uhr bis 11:20 Uhr eine Exkursion in das Dürener Stadtmuseum gemacht.

Die Informationsveranstaltung war in drei Stationen gegliedert.

Als erstes berichtete uns der aus Düren-Derichsweiler stammende Zeitzeuge Herr Winthagen (84 Jahre) über seine Jugend im Zweiten Weltkrieg.

Obwohl er sehr aufgeregt war, gewann man eine gute Vorstellung über das Leben während dieser Zeit.

Leider haben die 20 Minuten nicht ausgereicht, sodass wir über viele weitere Erlebnisse nichts mehr erfahren konnten.

Die zweite Station war gegliedert durch das Schauen eines kurzen Filmausschnitts der Aktuellen Stunde (WDR) über den 70. Jahrestag des 16. Novembers und einen mündlichen Beitrag von Frau Sarah Höner (Mitarbeiterin des Stadtmuseums). Außerdem durften wir Fundstücke, wie zum Beispiel Taschenuhren und Geschirr, betrachten und anfassen. Des weiteren zeigten Bilder einen Vergleich von Düren vor und während der Zerstörung sowie nach dem Wiederaufbau und heute.

Die Medienvielfalt hat dazu beigetragen uns einen guten Eindruck zu vermitteln. Dennoch war der mündliche Beitrag von Frau Höner nicht so anschaulich wie der des Zeitzeugen.

museeNicht so gut hat mir die dritte Station gefallen, bei der uns Herr Ludger Dowe etwas über die Judenverfolgung erzählt hat. Sein Erzählverhalten war viel zu hektisch, als dass man ihm gut hätte folgen können. Vermutlich war diese Hektik dadurch entstanden, dass er sich im Vorhinein eine Struktur überlegt hatte (5 Din-A4 Seiten), die aber für die ihm zur Verfügung stehenden 20 Minuten viel zu komplex war.

Die Informationen, die er uns geliefert hat, haben konkrete Beispiele beschrieben. Trotzdem hätte ich mir gewünscht über die Judenlager und mehr über konkrete Judenver-folgungsmethoden in Düren zu erfahren.

Dennoch war die Exkursion eine gelungene Alternative zum normalen Unterricht, da sich die lokale Geschichte besser einprägt als Informationstexte aus dem Geschichtsbuch.

Für den nächsten Jahrgang wünsche ich mir, dass die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit bekommen sich im Museum umzuschauen und dass der Zeitzeuge mehr Zeit zum Berichten bekommt.

Sina Mieseler, Q2