Gibt es Außerirdische?

Diese Frage stand am Freitag, 27.01.2017 im Musiksaal im Raum, als die Klassen 5 zusammen mit dem Kinderbuchautor Frank Becker dessen Roman „Cora und der Spuk im Storchenmoor“ in den Blick nahmen. Die Romanheldin Cora, die uns schon einige Jahre am RTG begleitet, hatte seltsame grüne Lichter im Moor entdeckt und grübelte nun, woher sie kamen.

Auch unsere Schüler und Schülerinnen hatten einige Ideen, woher die Lichter stammen könnten und teilten sie Herrn Becker gerne mit. Die Romanfigur Rufus Morgenstern war sich ganz sicher, dass es nur Außerirdische sein könnten, immerhin habe er so seine Erfahrungen mit Wesen aus dem Weltall. Immer, wenn Rufus zu Wort kam, war die Begeisterung im Saal groß, denn Herr Becker schaffte es wunderbar, diese Figur mit Leben zu füllen. Und Rufus Morgenstern ist schon ein ganz spezieller Mensch … – oder sieht sonst jemand so aus, als sei der Föhn explodiert?

Seine Ideen von außerirdischem Leben auf der Erde verbreitet Herr Morgenstern auf ganz unterschiedlichen Wegen: er gibt ein Radiointerview, lädt das Fernsehen ins Moor ein und postet natürlich auch auf Facebook. Diese Aktivitäten griff Herr Becker anschließend auf, um die Kinder nach ihrem Medienkonsum zu fragen. Dazu hatten sich die beiden Klassen bereits im Unterricht Gedanken gemacht und Plakate entwickelt. Letztere stellten nach dem Lesungsteil einige Gruppen vor und es kam zu weiteren Rückfragen des Autors, die die Schüler und Schülerinnen bereitwillig beantworteten.

Es folgte ein anregender Frage-Antwort-Teil zwischen den Mädchen und Jungen sowie Herrn Becker, der sich hauptsächlich um den Beruf des Schriftstellers drehte: Wie lange brauchen Sie für die Entwicklung eines Buches? Woher holen Sie Ihre Anregungen? Haben Sie ein Lieblingsbuch in Ihrer Reihe? Haben Sie nur Kinderbücher geschrieben? Wie sind Sie zum Schreiben gekommen? Aber auch persönliche Fragen wurden gestellt, schließlich hat man ja so seine Vorstellung, wie „berühmte Leute“ leben.

Bereitwillig beantwortete Herr Becker all diese Fragen und stellte klar, dass Schriftsteller, die nicht so berühmt sind wie J.K. Rowling, ganz normale Menschen sind, die in einer einfachen Wohnung wohnen und normale Autos fahren – leider keinen Rolls Roycs!

Leider zeigte der Blick auf die Uhr, dass gar nicht mehr alle Fragen beantwortet werden konnten, weil die Doppelstunde schon zu Ende war. Aber es blieb noch Zeit genug, Buch- und Signierwünsche zu erfüllen, denn einige Kinder kauften sich einen Band der Cora-Reihe direkt beim Autor – das geht sonst nie!

Wir hoffen, dass wir auch im nächsten Jahr Neues von Cora hören werden!

A. Pelzer