Bundesjugendspiele 2017 – 258 Schülerinnen und Schüler liefen, sprangen und warfen um die Urkunden

Jon Lukas Viethen ist der „König der Athleten“

Zum ersten Mal seit vielen Jahren wurden am Rurtal-Gymnasium wieder Bundesjugendspiele in der Leichtathletik durchgeführt. Alle Schülerinnen und Schüler trafen sich am vorletzten Schultag morgens am Sportplatz des Berufskollegs Euskirchener Straße. Dort wurden sie nach Alter und Geschlecht sortiert in Riegen eingeteilt, die gemeinsam die vier Disziplinen Sprint, Weitsprung, Wurf/Stoß und Ausdauerlauf absolvierten. Ganz hervorragend angeleitet wurden sie dabei durch je einen Riegenführer aus der Jahrgangsstufe Q1, der auch die Ergebnisse dokumentierte. Für jede der vier erbrachten Leistungen wurden Punkte vergeben und die jeweils schlechteste Punktzahl gestrichen. Die Summe der drei anderen Leistungen entschied über die Vergabe einer Ehren- Sieger- oder Teilnahme-Urkunde.

Schon bei der Aufstellung der Riegen zeigte sich, dass in den älteren Jahrgängen der Krankenstand deutlich höher war als in den jüngeren. Hier sollte deutlich an der Stärkung des Immunsystems (z.b. durch regelmäßigen Sport) gearbeitet werden, damit auch am Ende eines anstrengenden Schuljahres und durchaus fordernder Projekttage die Gesundheit erhalten bleibt.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer jedenfalls werden zum überwiegenden Teil mit positiven Erinnerungen auf diese Wettkämpfe zurückblicken. Offensichtlich machte es den meisten großen Spaß, sich mit den anderen Kindern und Jugendlichen zu messen und auch im Kampf gegen die Uhr und den „inneren Schweinehund“ beim abschließenden Ausdauerlauf entwickelten viele einen beeindruckenden Ehrgeiz und gingen an ihre körperlichen Grenzen. Selbstverständlich spielte auch das gute Wetter eine wesentliche Rolle für die positive Stimmung. Ohne Personen, die akribisch die Zeiten und Weiten messen, ist so eine große Veranstaltung unmöglich. Lehrkräfte, Eltern sowie Schülerinnen und Schüler aus der Q1 machten hierbei eine vorbildliche Arbeit.

Insgesamt nahmen 258 Schülerinnen und Schüler an den Wettkämpfen teil. Es wurden 98 Teilnahme-, 112 Sieger- und 48 Ehrenurkunden vergeben. Nach Klassen sortiert gewannen die Achtklässler die meisten Ehrenurkunden (je sechs für 8a und 8b). Die 8a hatte mit nur drei fehlenden Schüler/innen auch die geringste Ausfallquote. Während aus der Stufe EF nur 57 Prozent teilnahmen, waren es in der 8a 87,5 Prozent.

Folgende Ergebnisse stachen nach Jahrgängen sortiert bei den Mädchen heraus:

2006

Das jüngste Mädchen der Schule war auch das beste im Jahrgang 2006. Über 50 Meter musste sich Mia van Kempen die Bestzeit von 8,7 Sekunden mit Klassenkameradin Felicitas Dackweiler teilen. Über 800 Meter (3:20min), im Weitsprung (3,57m) und im 80-Gramm-Ballwurf (22,5m) erzielte Mia die besten Ergebnisse. Mit 981 Punkten erhielt sie eine Ehrenurkunde genau wie Felicitas mit 941 Punkten.

2005

Im Jahrgang 2005 gab es die meisten Ehrenurkunden, nämlich für Lilly Kamp (1099 Punkte), Madeline Klein (1050), Julia Margerdt (1019), Jessica Rasche (1009) und Jil Sengersdorf (988). Interessant: Wenn die schwächste Disziplin, also das Streichergebnis, mitgewertet worden wäre, hätte Jessica die Punkt-Bestmarke geknackt vor Julia, Madeline und Lilly. Jessica trumpfte besonders im Laufen auf mit 7,8 Sekunden über 50 Meter und 3:16 Minuten über 800 Meter. Julia gelang mit 3,81 Meter der beste Weitsprung und Madeline mit 37 Metern der beste Wurf.

2004

Hier dominierte Helen Paustenbach, die auch mit 1095 Punkten die einzige Ehrenurkunde gewann. Ihre Bestleistungen waren 11,9 Sekunden (75m), 3:20 Minuten (800m) und 4,21 Meter (Weitsprung). Lediglich im 80-Gramm-Wurf wurde Helen von Marie-Pascale Nordbruch (24,5 Meter) geschlagen.

2003

Vier Mädchen, die seit Jahren als erfolgreiche Sprintstaffel das RTG gemeinsam vertreten, räumten in diesem Jahrgang die Ehrenurkunden ab. Sila Eren (1363 Punkte) siegte vor Maike Claußnitzer (1128), Amelie Kowalska (1061) und Nele Schlenther (1053). Sila dominierte den 75-Meter-Sprint (10,8 Sek.), den Weitsprung (4,09m) und den 200-Gramm-Ballwurf (43m). Im 800-Meter-Lauf schaffte Aliya Schröder mit 3:14 Minuten die beste Zeit. Sila erzielte den höchsten Punktwert aller Mädchen. Da fiel ihre eher durchschnittliche Ausdauerleistung nicht ins Gewicht.

2002

Elizaveta Koshman glänzte mit herausragenden Leistungen über 75 Meter (11,2sek), 800 Meter (3:08min), im Weitsprung (4,29m) und im Wurf (39m). Mit 1321 Punkten holte sie eine Ehrenurkunde, genau wie Aysenur Isik mit 1082 Punkten. Kaum zu glauben: Obwohl Elizaveta über 800 Meter die beste Zeit von allen Schülerinnen des RTG lief, waren diese 344 Punkte ihr Streichergebnis. So ausgeglichen stark punktete sie in allen vier Wettkämpfen. Würden alle vier Ergebnisse zusammengezählt, hätte Elizaveta mit 1665 Punkten den besten Wert aller Mädchen.

2001

Den Topwert in dieser Altersklasse erreichte Franka Fourné mit 1289 Punkten. Auch Annika Butterweck (1127) sicherte sich eine Ehrenurkunde, was sie vor allem ihrem starken Kugelstoß auf 8,80 Meter verdankte. Franka lief Bestzeiten über 100 Meter (14,4sek) und gemeinsam mit Greta Ziegler über 800 Meter (3:12min), Außerdem gewann sie den Weitsprung mit großartigen 4,39 Metern.

2000 und älter

Bei den ältesten Mädchen gab es leider keine Ehrenurkunden mehr. Bestleistungen erzielten Maria Paul mit 7,4 Metern im Kugelstoßen und 3,49 Metern im Weitsprung, Ina Franken mit 16,2 Sekunden über 100 und ihre Schwester Eva Franken mit 3:24 Minuten über 800 Meter.

Topleistungen der Mädchen:

50-Meter-Lauf: Jessica Rasche (7,8 Sekunden)

75-Meter-Lauf: Sila Eren (10,8 Sekunden)

100-Meter-Lauf: Franka Fourné (14,4 Sekunden)

800-Meter-Lauf: Elizaveta Koshman (3:08 Minuten)

Weitsprung: Franka Fourné (4,37 Meter)

80-Gramm-Ballwurf: Madeline Klein (37 Meter)

200-Gramm-Ballwurf: Sila Eren (43 Meter)

3-kg-Kugelstoß: Annika Butterweck (8,80 Meter)

Punktzahl Dreikampf: 1. Sila Eren (1363), 2. Elizaveta Koshman (1321), 3. Franka Fourné (1289)

Punktzahl Vierkampf: 1. Elizaveta Koshman (1665), 3. Franka Fourné (1620), 3. Sila Eren (1565)

Heruasragende Ergebnisse der Jungen:

2006

Bei den jüngsten Schülern lieferte Redon Feka drei Bestwerte ab: 7,8 Sekunden (50m), 4,33 Meter (Weitsprung) und 33,5 Meter (Ballwurf). Mit 4:10 Minuten lief Stephan Friedrichs die 1000 Meter am schnellsten. Ehrenurkunden gab es außer für Redon (1086 Punkte) und Stephan (924) auch für Sky Krecker (917) und Lucas Jesuthasan (886).

2005

Niklas Hülscher zeigte in allen vier Disziplinen die beste Leistung. Die 7,6 Sekunden über 50 Meter schaffte auch Deagir Ilunga. In den anderen Wettkämpfen blieb Niklas einsame Spitze mit 3:32 Minuten (1000m), 4,45 Meter (Sprung) und 35 Metern (Wurf). Natürlich erzielte Niklas auch die beste Punktleistung (1240). Weitere Ehrenurkunden gewannen Tim Düppengießer (1096) und Deagir Ilunga (1013).

2004

Vier verschiedene Schüler schafften in dieser Altersklasse die Bestleistungen. Mit 10,6 Sekunden war Tim Guder über 75 Meter nicht zu schlagen. Den besten 1000-Meter-Lauf absolvierte Arne Schleicher in 3:33 Minuten. Mit 4,21 Metern gelang Esad Külak der weiteste Sprung. Anuar Ismail Abdi warf den Ball am weitesten (33,5m). Neben Tim (1153 Punkte) und Arne (1102) gewann auch Philipp Junkind eine Ehrenurkunde (1056).

2003

Sieben Jungen erreichten eine Ehrenurkunde. Mit 1391 Punkten erzielte Raphael Treise das beste Ergebnis (1732 im Vierkampf, also inklusive des Streichergebnisses). Weitere Topleistungen erzielten Nico Treuling (1237), Tim Koschmieder (1236), Seweryn Korzeniowski (1233), Bünyamin Gümüs (1197), Oleg Kochubey (1134) und Leon Feka (1134). Raphael erzielte zwei Bestleistungen mit 5,01 Meter (Weitsprung) und 3:23 Minuten (1000 Meter). Den besten 75-Meter-Sprint brachte Nico Treuling auf die Bahn (10,4 Sekunden) und mit 45 Metern warf Tim Koschmieder den 200-Gramm-Ball am weitesten.

2002

Lukas Waber warf den Ball fast über den ganzen Sportplatz (64m) und erzielte auch die beste Gesamtleistung mit 1528 Punkten im Drei- und 1880 Punkten im Vierkampf. Auch Markus Buller (1500/1850) lieferte einen herausragenden Wettkampf ab. Ebenfalls gute Ergebnisse erzielten Anuson Sithisak (1465), Enes Ceyhan (1365), Benjamin Michels (1347), Niklas Naring (1311), Amel Jegic (1302), Pascal Heß (1293), Lukas Flieger (1239). Markus lief die 75 Meter in 9,6 Sekunden und sprang 5,93 Meter weit, Benjamin lief den Kilometer in 3:40 Minuten.

2001

In diesem Jahrgang gab es nur eine Ehrenurkunde durch Solomon Chogdaze (1375 Punkte). Er schaffte auch die besten Ergebnisse im 100-Meter-Sprint (12,7s) und Weitsprung (5,49m). Martin Kluger und Ahmed Asmail Abdi liefen je 3:44 Miuten über 1000 Meter. Niklas Scheidweiler stieß die 5-Kilo-Kugel auf 8,90 Meter.

2000

Jon Lukas Viethen heißt der König der Athleten am RTG. Er schaffte mit 1571 Punkten das beste Gesamtergebnis. In allen drei Disziplinen, die in die Wertung einflossen, erzielte er über 500 Punkte. Der Kugelstoß von 9,80m (460 Punkte) war sein Streichergebnis. Jon Lukas war der einzige Schüler, der im Vierkampf die 2000-Punkte-Marke überwandt (2031). Nils Viehöver (1508/1770) und Tim Schnalle (1495/1752) nutzten den 1000-Meter-Lauf zum auslaufen, so dass Kevin Buballa (1458/1817) das zweitbeste Vierkampf-Ergebnis dieses Jahrgangs erzielte.

In den Einzel-Ergebnissen gelang Tim der beste Kugelstoß (11,30m), Nils der schnellste Sprint (12,3s) und Jon Lukas der weiteste Sprung (5,41m) und der schnellste Kilometer (3:08min).

1999

Niklas Rauße gelang hier eine beeindruckende Serie guter Leistungen. 5,53 Meter (weit), 12,2s (100m), 8,8m (6-kg-Kugel) und 3:27min (1000m) reichten für 1539 Punkte im Drei- und 1955 im Vierkampf.

Topleistungen der Jungen:

50-Meter-Lauf: Niklas Hülscher und Deagir Ilunga (7,6 Sekunden)

75-Meter-Lauf: Markus Buller (9,6 Sekunden)

100-Meter-Lauf: Niklas Rauße (12,2 Sekunden)

1000-Meter-Lauf: Jon Lukas Viethen (3:08 Minuten)

Weitsprung: Markus Buller (5,93 Meter)

200-Gramm-Ballwurf: Lukas Waber (64 Meter)

5-kg-Kugelstoß: Tim Schnalle (11,30 Meter)

6-kg-Kugelstoß: Niklas Rauße (8,80 Meter)

Punktzahl Dreikampf: 1. Jon Lukas Viethen (1571), 2. Niklas Rauße (1539), 3. Lukas Waber (1528)

Punktzahl Vierkampf: 1. Jon Lukas Viethen (2031), 3. Niklas Rauße (1955), 3. Lukas Waber (1880)